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Presse: GAGFAH - Stadt Dresden beschließt Klage 25.03.2011
aktiencheck.de
Luxemburg (aktiencheck.de AG) - Der Stadtrat von Dresden hat sich dazu entschlossen, eine milliardenschwere Schadenersatzklage gegen den Immobilienkonzern GAGFAH S.A. (ISIN LU0269583422 / WKN A0LBDT) einzureichen.
Laut einem Bericht der "Sächsischen Zeitung" habe sich der Stadtrat am Donnerstagabend mit großer Mehrheit für eine Klage ausgesprochen. Die GAGFAH hatte 2006 die 48.000 Wohnungen der stadteigenen Wohnungsbaugesellschaft Woba für 1,7 Mrd. Euro abgekauft und dabei vertraglich zugesichert, die Rechte der Mieter zu schützen. Auch wenn die GAGFAH Häuser aus dem Woba-Bestand verkauft, gelten diese in der Sozialcharta vereinbarten Schutzregeln weiter für die neuen Eigentümer. Die GAGFAH solle aber in mindestens 74 von 167 Fällen diese Klauseln ausgehebelt haben. Nach Informationen der Zeitung ergebe sich daraus eine Vertragsstrafe von 1,06 Mrd. Euro plus Zinsen.
Die GAGFAH hatte laut dem Bericht bis zuletzt versucht, die Klage abzuwenden. Am Donnerstagmorgen ging nach Informationen der Zeitung bei mehreren Fraktionen ein Bittbrief des Unternehmens ein. Darin stellte die GAGFAH klar, dass sie sich an alle Klauseln des Woba-Kaufvertrags gehalten habe. In den vergangenen Tagen hatte das Unternehmen für den Fall einer Klage mit Nachteilen für die Mieter gedroht. Ein Unterhändler warnte, dass die GAGFAH in die Häuser nichts mehr investieren werde.
Gestern schlug GAGFAH-Chef William Brennan laut dem Bericht einen freundlicheren Ton an. Er bat die Stadträte, die Klage vorerst nicht zu beschließen. Der Großvermieter hatte dafür auf eine Verjährung für drei Monate verzichtet, um noch eine außergerichtliche Einigung erreichen zu können. Die Mehrheit stimmte für die Klage. Trotzdem bleibe nach Angaben der Zeitung eine außergerichtliche Einigung möglich.
Die Aktie von GAGFAH notiert aktuell mit einem Minus von 2,71 Prozent bei 5,90 Euro. (25.03.2011/ac/n/d)
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